„Wort zum Tage“ am 13.12.2020

Wort zum Tage“ am 13.12.2020 – Deutschlandfunk Kultur
Autorin: Antje Dräger

 

Guten Morgen, liebe Hörerin, lieber Hörer. Nun sind wir dem Weihnachts-

fest schon ganz nah. Als ich Anfang November mit einem Mädchen ein Weihnachtslied auf dem Klavier einübte, fragte sie: „Lohnt sich das denn? Bestimmt fällt Weihnachten aus.“

 

Was ist denn Weihnachten? Es ist ein Geburtstag. Ein so wichtiger, dass

an ihn über 2000 Jahre später noch gedacht und er in großem Stil weltweit gefeiert wird. Doch so wie mein Geburtstag nicht ausfällt, weil ich arbeiten muss oder gar im Krankenhaus liege, so fällt auch der Geburtstag von Jesus nicht aus. Er wird in diesem Jahr nur anders gefeiert.

 

Vielleicht schaffen wir es einmal, ganz ruhig zu werden. Wenn es die großen Familientreffen nicht geben kann, brauchen wir nicht so viel einzukaufen

und vorzubereiten, zu kochen, zu backen, zu putzen.

 

Genießen wir die Zeit, die wir dadurch übrig haben. Rufen wir die Oma an, schreiben der Tante einen langen Brief, drehen für die Freundin ein kleines Video. Hören wir mal die alten Lieder, schauen uns Fotos an, denken an unsere Kindheit. Besinnen wir uns auf die wirkliche Botschaft des Weih-nachtsfestes: Wir Menschen sind Gott so wichtig, dass er seinen eigenen Sohn als hilfloses Baby auf die Welt geschickt hat. Er wurde groß, lehrte

die Menschen und starb am Kreuz, um sie zu retten.

 

In der bekannten Weihnachtsbotschaft heißt es: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“. Wenn sich alle Menschen an die einfachen zwischenmenschlichen Regeln halten würden,

wie sie in den 10 Geboten aufgeschrieben sind, dann wäre Frieden auf Erden und allen würde es gut gehen. Eine schöne Utopie? Klingt so, doch genau so wäre es. Aber so lange die Menschen versuchen, mit Tricks und Überheb-lichkeit allen Regeln aus dem Weg zu gehen, wird dieses Ziel nicht gelingen.

 

Wenn wir Gott als unseren Herrn annehmen und ihn ehren, sollte es uns wichtig sein, diese Regeln zu halten. Ganz einfach sagen es viele Sprich-worte, z. B. „Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus“. Was kommt von uns? Frieden, Rücksicht, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft? Oder Kälte, Streit, Besserwisserei, Mobbing, Gehässigkeit?

 

Jesus sagt: „Liebe Gott über alle Dinge und deinen Nächsten wie dich selbst.“ So einfach lässt sich die Weihnachtsbotschaft erklären. Versuchen wir einfach, sie auch zu leben.