24. Sonntag nach Trinitatis

Markus 3, 13 – 17

13) Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die gingen hin zu ihm.

14) Und er ordnete die Zwölf, daß sie bei ihm sein sollten und daß er sie aussendete, zu predigen,

15) und daß sie Macht hätten, die Seuchen zu heilen und die Teufel auszutreiben.

16) Und gab Simon den Namen Petrus;

17) und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Bnehargem, das ist gesagt: Donnerskinder;

9. Sonntag nach Trinitatis

Matthäus 22, 34 – 46

34) Da aber die Pharisäer hörten, wie er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich.

35) Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach:

36) Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?

37) Jesus aber sprach zu ihm: „Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“

38) Dies ist das vornehmste und größte Gebot.

39) Das andere aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

40) In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

41) Da nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie Jesus

42) und sprach: Wie dünkt euch um Christus? wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids.

43) Er sprach zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt:

44) „Der HERR hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße“?

45) So nun David ihn einen HERRN nennt, wie ist er denn sein Sohn?

46) Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch niemand von dem Tage an hinfort, ihn zu fragen.

8. Sonntag nach Trinitatis

Epheser 6, 10 – 17

10) Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dem HERRN und in der Macht seiner Stärke.

11) Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels.

12) Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

13) Um deswillen ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget.

14) So stehet nun, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit

15) und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens.

16) Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösewichtes;

17) und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.

10. Sonntag nach Trinitatis

5. Mose 8, 1 – 6

1) Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten daß ihr darnach tut, auf daß ihr lebt und gemehrt werdet und hineinkommt und einnehmet das Land, das der HERR euren Vätern geschworen hat.

2) Und gedenke alles des Weges, durch den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wüste, auf daß er dich demütigte und versuchte, daß kund würde, was in deinem Herzen wäre, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.

3) Er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit Man, das du und deine Väter nie gekannt hattet; auf daß er dir kundtäte, daß der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.

4) Deine Kleider sind nicht veraltet an dir, und deine Füße sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre.

5) So erkennst du ja in deinem Herzen, daß der HERR, dein Gott, dich gezogen hat, wie eine Mann seinen Sohn zieht.

6) So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, daß du in seinen Wegen wandelst und fürchtest ihn.

22. Sonntag nach Trinitatis

Johannes 17, 13 – 23

13) Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen.

14) Ich habe ihnen gegeben dein Wort, und die Welt haßte sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie ich denn auch nicht von der Welt bin.

15) Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrst vor dem Übel.

16) Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich auch nicht von der Welt bin.

17) Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.

18) Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt.

19) Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.

20) Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden,

21) auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt.

22) Und ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind,

23) ich in ihnen und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst.

11. Sonntag nach Trinitatis – Heiliges Abendmahl

1. Petrus 3, 8 – 12

8) Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich.

9) Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet.

10) Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen.

11) Er wende sich vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.

12) Denn die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des HERRN steht wider die, die Böses tun.

20. Sonntag nach Trinitatis

Epheser 6, 1 – 9

1) Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem HERRN, denn das ist billig.

2) „Ehre Vater und Mutter,“ das ist das erste Gebot, das Verheißung hat:

3) „auf daß dir’s wohl gehe und du lange lebest auf Erden.“

4) Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Vermahnung zum HERRN.

5) Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als Christo;

6) nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen.

7) Lasset euch dünken, daß ihr dem HERRN dienet und nicht den Menschen,

8) und wisset: Was ein jeglicher Gutes tun wird, das wird er von dem HERRN empfangen, er sei ein Knecht oder ein Freier.

9) Und ihr Herren, tut auch dasselbe gegen sie und lasset das Drohen; wisset, daß auch euer HERR im Himmel ist und ist bei ihm kein Ansehen der Person.

12. Sonntag nach Trinitatis

2. Johannes 1, 7 – 11

7) Denn viele Verführer sind in die Welt gekommen, die nicht bekennen Jesum Christum, daß er in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Widerchrist.

8) Sehet euch vor, daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen.

9) Wer übertritt und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat keinen Gott; wer in der Lehre Christi bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn.

10) So jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, den nehmet nicht ins Haus und grüßet ihn auch nicht.

11) Denn wer ihn grüßt, der macht sich teilhaftig seiner bösen Werke.

13. Sonntag nach Trinitatis

Epheser 4, 1 – 6

1) So ermahne nun euch ich Gefangener in dem HERRN, daß ihr wandelt, wie sich’s gebührt eurer Berufung, mit der ihr berufen seid,

2) mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe

3) und seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:

4) ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung;

5) ein HERR, ein Glaube, eine Taufe;

6) ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch allen und durch euch alle und in euch allen.

14. Sonntag nach Trinitatis

Lukas 17, 11 – 19

11) Und es begab sich, da er reiste gen Jerusalem, zog er mitten durch Samarien und Galiläa.

12) Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die standen von ferne

13) und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser!

14) Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Priestern! Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein.

15) Einer aber unter ihnen, da er sah, daß er geheilt war, kehrte um und pries Gott mit lauter Stimme

16) und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter.

17) Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?

18) Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling?

19) Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen.