20. Sonntag nach Trinitatis

Epheser 6, 1 – 9

1) Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem HERRN, denn das ist billig.

2) „Ehre Vater und Mutter,“ das ist das erste Gebot, das Verheißung hat:

3) „auf daß dir’s wohl gehe und du lange lebest auf Erden.“

4) Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Vermahnung zum HERRN.

5) Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als Christo;

6) nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen.

7) Lasset euch dünken, daß ihr dem HERRN dienet und nicht den Menschen,

8) und wisset: Was ein jeglicher Gutes tun wird, das wird er von dem HERRN empfangen, er sei ein Knecht oder ein Freier.

9) Und ihr Herren, tut auch dasselbe gegen sie und lasset das Drohen; wisset, daß auch euer HERR im Himmel ist und ist bei ihm kein Ansehen der Person.

12. Sonntag nach Trinitatis

2. Johannes 1, 7 – 11

7) Denn viele Verführer sind in die Welt gekommen, die nicht bekennen Jesum Christum, daß er in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Widerchrist.

8) Sehet euch vor, daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen.

9) Wer übertritt und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat keinen Gott; wer in der Lehre Christi bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn.

10) So jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, den nehmet nicht ins Haus und grüßet ihn auch nicht.

11) Denn wer ihn grüßt, der macht sich teilhaftig seiner bösen Werke.

13. Sonntag nach Trinitatis

Epheser 4, 1 – 6

1) So ermahne nun euch ich Gefangener in dem HERRN, daß ihr wandelt, wie sich’s gebührt eurer Berufung, mit der ihr berufen seid,

2) mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe

3) und seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:

4) ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung;

5) ein HERR, ein Glaube, eine Taufe;

6) ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch allen und durch euch alle und in euch allen.

14. Sonntag nach Trinitatis

Lukas 17, 11 – 19

11) Und es begab sich, da er reiste gen Jerusalem, zog er mitten durch Samarien und Galiläa.

12) Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die standen von ferne

13) und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser!

14) Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Priestern! Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein.

15) Einer aber unter ihnen, da er sah, daß er geheilt war, kehrte um und pries Gott mit lauter Stimme

16) und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter.

17) Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?

18) Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling?

19) Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen.

16. Sonntag nach Trinitatis

Johannes 9, 1 – 7

1) Und Jesus ging vorüber und sah einen, der blind geboren war.

2) Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren?

3) Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm.

4) Ich muß wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.

5) Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt.

6) Da er solches gesagt, spützte er auf die Erde und machte einen Kot aus dem Speichel und schmierte den Kot auf des Blinden Augen

7) und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah (das ist verdolmetscht: gesandt) und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend.

15. Sonntag nach Trinitatis

Johannes 10, 1 – 11

1) Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer nicht zur Tür eingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Mörder.

2) Der aber zur Tür hineingeht, der ist ein Hirte der Schafe.

3) Dem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie aus.

4) Und wenn er seine Schafe hat ausgelassen, geht er vor ihnen hin, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme.

5) Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm; denn sie kennen der Fremden Stimme nicht.

6) Diesen Spruch sagte Jesus zu ihnen; sie verstanden aber nicht, was es war, das er zu ihnen sagte.

7) Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.

8) Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Mörder; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht.

9) Ich bin die Tür; so jemand durch mich eingeht, der wird selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden.

10) Ein Dieb kommt nur, daß er stehle, würge und umbringe. Ich bin gekommen, daß sie das Leben und volle Genüge haben sollen.

11) Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für seine Schafe.

17. Sonntag nach Trinitatis

Psalm 27, 1 – 6

1) Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten! Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen!

2) So die Bösen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, meine Fleisch zu fressen, müssen sie anlaufen und fallen. (Hiob 19.22)

3) Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.

4) Eins bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: daß ich im Hause des HERRN bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.

5) Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er verbirgt mich heimlich in seinem Gezelt und erhöht mich auf einem Felsen,

6) und wird nun erhöhen mein Haupt über meine Feinde, die um mich sind; so will ich in seiner Hütte Lob opfern, ich will singen und lobsagen dem HERRN.

18. Sonntag nach Trinitatis

Lukas 8, 16 – 21

16) Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt’s mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf daß, wer hineingeht, das Licht sehe.

17) Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme.

18) So sehet nun darauf wie ihr zuhöret. Denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, von dem wird genommen, auch was er meint zu haben

19) Es gingen aber hinzu seine Mutter und Brüder und konnten vor dem Volk nicht zu ihm kommen.

20) Und es ward ihm angesagt: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen.

21) Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun.

19. Sonntag nach Trinitatis

Johannes 6, 31 – 40

31) Unsere Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: „Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.“

32) Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Mose hat euch nicht das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel.

33) Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.

34) Da sprachen sie zu ihm: HERR, gib uns allewege solch Brot.

35) Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

36) Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht.

37) Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

38) Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern den Willen des, der mich gesandt hat.

39) Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich’s auferwecke am Jüngsten Tage.

40) Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.

7. Sonntag nach Trinitatis

1. Korinther 12, 1 – 11

1) Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, liebe Brüder, nicht verhalten.

2) Ihr wisset, dass ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen Götzen, wie ihr geführt wurdet.

3) Darum tue ich euch kund, dass niemand Jesum verflucht, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen HERRN heißen außer durch den heiligen Geist.

4) Es sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist.

5) Und es sind mancherlei Ämter; aber es ist ein HERR.

6) Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem.

7) In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum allgemeinen Nutzen.

8) Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselben Geist;

9) einem andern der Glaube in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen in demselben Geist;

10) einem andern, Wunder zu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen.

11) Dies aber alles wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeglichen seines zu, nach dem er will.