15. Sonntag nach Trinitatis

Jesus Sirach 30, 22 – 27

 

22) Mache dich selbst nicht traurig und plage dich nicht selbst mit deinen eigenen Gedanken.

23) Denn ein fröhlich Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude ist sein langes Leben.

24) Tue dir Gutes und tröste dein Herz und treibe Traurigkeit fern von dir.

25) Denn Traurigkeit tötet viele Leute und dient doch zu nichts.

26) Eifer und Zorn verkürzen das Leben, und Sorge macht alt vor der Zeit.

27) Einem fröhlichen Menschen schmeckt alles wohl, was er ißt.

14. Sonntag nach Trinitatis

Apostelgeschichte 9, 1 – 9

 

1) Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jünger des HERRN und ging zum Hohenpriester

2) und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, so er etliche dieses Weges fände, Männer und Weiber, er sie gebunden führte gen Jerusalem.

3) Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel;

4) und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich?

5) Er aber sprach: HERR, wer bist du? Der HERR sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu lecken (d.h.: auszuschlagen).

6) Und er sprach mit Zittern und Zagen: HERR, was willst du, daß ich tun soll? Der HERR sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst.

7) Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen und waren erstarrt; denn sie hörten die Stimme, und sahen niemand.

8) Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn gen Damaskus;

9) und er war drei Tage nicht sehend und aß nicht und trank nicht.

12. Sonntag nach Trinitatis

Apostelgeschichte 3, 1 – 12

 

1) Petrus aber und Johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, da man pflegt zu beten.

2) Und es war ein Mann, lahm von Mutterleibe, der ließ sich tragen; und sie setzten ihn täglich vor des Tempels Tür, die da heißt „die schöne“, daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen.

3) Da er nun sah Petrus und Johannes, daß sie wollten zum Tempel hineingehen, bat er um ein Almosen.

4) Petrus aber sah ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an!

5) Und er sah sie an, wartete, daß er etwas von ihnen empfinge.

6) Petrus aber sprach: Gold und Silber habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und wandle!

7) Und griff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Alsobald standen seine Schenkel und Knöchel fest;

8) sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobte Gott.

9) Und es sah ihn alles Volk wandeln und Gott loben.

10) Sie kannten ihn auch, daß er’s war, der um Almosen gesessen hatte vor der schönen Tür des Tempels; und sie wurden voll Wunderns und Entsetzens über das, was ihm widerfahren war.

11) Als aber dieser Lahme, der nun gesund war, sich zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heißt Salomos, und wunderten sich.

12) Als Petrus das sah, antwortete er dem Volk: Ihr Männer von Israel, was wundert ihr euch darüber, oder was sehet ihr auf uns, als hätten wir diesen wandeln gemacht durch unsere eigene Kraft oder Verdienst?

13. Sonntag nach Trinitatis

Matthäus 6, 1 – 4

 

1) Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.

2) Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.

3) Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut,

4) auf daß dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten öffentlich.

11. Sonntag nach Trinitatis

1. Petrus 4, 7 – 11

 

7) Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge.

8) So seid nun mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt untereinander eine inbrünstige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge.

9) Seid gastfrei untereinander ohne Murren.

10) Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes:

11) so jemand redet, daß er’s rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, daß er’s tue als aus dem Vermögen, das Gott darreicht, auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

10. Sonntag nach Trinitatis

Matthäus 7, 13 – 14

 

13) Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.

14) Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.

9. Sonntag nach Trinitatis

Psalm 40, 9 – 12

 

9) Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz habe ich in meinem Herzen.

10) Ich will predigen die Gerechtigkeit in der großen Gemeinde; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, HERR, das weißt du.

11) Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde.

12) Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; laß deine Güte und Treue allewege mich behüten.

7. Sonntag nach Trinitatis

2. Thessalonicher 3, 1 – 5

 

1) Weiter, liebe Brüder, betet für uns, daß das Wort des HERRN laufe und gepriesen werde wie bei euch,

2) und daß wir erlöst werden von den unverständigen und argen Menschen. Denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding.

3) Aber der HERR ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen.

4) Wir versehen uns aber zu euch in dem HERRN, daß ihr tut und tun werdet, was wir euch gebieten.

5) Der HERR aber richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi.

8. Sonntag nach Trinitatis – Tag der Versöhnung Heiliges Abendmahl

1. Petrus 2, 21 – 25

 

21) Denn dazu seid ihr berufen; sintemal auch Christus gelitten hat für uns und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen;

22) welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden;

23) welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drohte, da er litt, er stellte es aber dem anheim, der da recht richtet;

24) welcher unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil geworden.

25) Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.

5. Sonntag nach Trinitatis

Lukas 14, 25 – 27

 

25) Es ging aber viel Volks mit ihm; und er wandte sich und sprach zu ihnen:

26) So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

27) Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.