11. Sonntag nach Trinitatis

1. Petrus 4, 7 – 11

 

7) Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge.

8) So seid nun mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt untereinander eine inbrünstige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge.

9) Seid gastfrei untereinander ohne Murren.

10) Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes:

11) so jemand redet, daß er’s rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, daß er’s tue als aus dem Vermögen, das Gott darreicht, auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

10. Sonntag nach Trinitatis

Matthäus 7, 13 – 14

 

13) Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.

14) Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.

9. Sonntag nach Trinitatis

Psalm 40, 9 – 12

 

9) Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz habe ich in meinem Herzen.

10) Ich will predigen die Gerechtigkeit in der großen Gemeinde; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, HERR, das weißt du.

11) Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde.

12) Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; laß deine Güte und Treue allewege mich behüten.

7. Sonntag nach Trinitatis

2. Thessalonicher 3, 1 – 5

 

1) Weiter, liebe Brüder, betet für uns, daß das Wort des HERRN laufe und gepriesen werde wie bei euch,

2) und daß wir erlöst werden von den unverständigen und argen Menschen. Denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding.

3) Aber der HERR ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen.

4) Wir versehen uns aber zu euch in dem HERRN, daß ihr tut und tun werdet, was wir euch gebieten.

5) Der HERR aber richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi.

8. Sonntag nach Trinitatis – Tag der Versöhnung Heiliges Abendmahl

1. Petrus 2, 21 – 25

 

21) Denn dazu seid ihr berufen; sintemal auch Christus gelitten hat für uns und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen;

22) welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden;

23) welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drohte, da er litt, er stellte es aber dem anheim, der da recht richtet;

24) welcher unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil geworden.

25) Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.

5. Sonntag nach Trinitatis

Lukas 14, 25 – 27

 

25) Es ging aber viel Volks mit ihm; und er wandte sich und sprach zu ihnen:

26) So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

27) Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.

4. Sonntag nach Trinitatis

Lukas 6, 37 – 38

 

37) Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebet, so wird euch vergeben.

38) Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überfließend Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen.

6. Sonntag nach Trinitatis

Prediger 5, 1 – 6

 

1) Sei nicht schnell mit deinem Munde und laß dein Herz nicht eilen, was zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel, und du auf Erden; darum laß deiner Worte wenig sein. (Jakobus 1.19)

2) Denn wo viel Sorgen ist, da kommen Träume; und wo viel Worte sind, da hört man den Narren.

3) Wenn du Gott ein Gelübde tust, so verzieh nicht, es zu halten; denn er hat kein Gefallen an den Narren. Was du gelobst, das halte.

4) Es ist besser, du gelobst nichts, denn daß du nicht hältst, was du gelobst.

5) Laß deinem Mund nicht zu, daß er dein Fleisch verführe; und sprich vor dem Engel nicht: Es ist ein Versehen. Gott möchte erzürnen über deine Stimme und verderben alle Werke deiner Hände.

6) Wo viel Träume sind, da ist Eitelkeit und viel Worte; aber fürchte du Gott.

3. Sonntag nach Trinitatis

Micha 7, 18 – 19

 

18) Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erläßt die Missetat den übrigen seines Erbteils, der seinen Zorn nicht ewiglich behält! denn er ist barmherzig.

19) Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Missetaten dämpfen und alle unsre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.

2. Sonntag nach Trinitatis

Epheser 1, 7 – 14

 

7) an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade,

8) welche uns reichlich widerfahren ist durch allerlei Weisheit und Klugheit;

9) und er hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Wohlgefallen, so er sich vorgesetzt hatte in ihm,

10) daß es ausgeführt würde, da die Zeit erfüllet war, auf daß alle Dinge zusammengefaßt würden in Christo, beide, das im Himmel und auf Erden ist, durch ihn,

11) durch welchen wir auch zum Erbteil gekommen sind, die wir zuvor verordnet sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge wirkt nach dem Rat seines Willens,

12) auf daß wir etwas seien zu Lob seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf Christum hofften;

13) durch welchen auch ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium von eurer Seligkeit; durch welchen ihr auch, da ihr gläubig wurdet, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheißung,

14) welcher ist das Pfand unsers Erbes zu unsrer Erlösung, daß wir sein Eigentum würden zu Lob seiner Herrlichkeit.