Reminiscere

Johannes 1, 15 – 18

 

15) Johannes zeugt von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.

16) Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.

17) Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.

18) Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündigt.

Kirchentag

Sprüche Salomo 22, 17 – 19

 

17) Neige deine Ohren und höre die Worte der Weisen und nimm zu Herzen meine Lehre.

18) Denn es wird dir sanft tun, wo du sie wirst im Sinne behalten und sie werden miteinander durch deinen Mund wohl geraten.

19) Daß deine Hoffnung sei auf den HERRN, erinnere ich dich an solches heute dir zugut.

Sexagesimä

Jeremia 9, 22 + 23

 

22) So spricht der HERR: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums;

23) sondern wer sich rühmen will, der rühme sich des, daß er mich wisse und kenne, daß ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der HERR.

Septuagesimae – Heiliges Abendmahl

Jesus Sirach 28, 1 – 9

 

1) Wer sich rächt, an dem wird sich der Herr wieder rächen, und wird ihm seine Sünden auch behalten.

2) Vergib deinem Nächsten, was er dir zuleide getan hat, und bitte dann, so werden dir deine Sünden auch vergeben.

3) Ein Mensch hält gegen den andern den Zorn, und will bei dem Herrn Gnade suchen!

4) Er ist unbarmherzig gegen seines gleichen, und will für seine Sünden bitten!

5) Er ist nur Fleisch und Blut, und hält den Zorn; wer will denn ihm seine Sünden vergeben?

6) Gedenke an das Ende, und laß die Feindschaft fahren.

7) Gedenke an den Tod und das Verderben, und bleibe in den Geboten.

8) Gedenke an die Gebote, und laß dein Drohen wider deinen Nächsten.

9) Gedenke an den Bund des Höchsten, und vergib die Unwissenheit.

Estomihi

Psalm 31, 2 – 5

 

2) HERR, auf dich traue ich, laß mich nimmermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit!

3) Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfest!

4) Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wolltest du mich leiten und führen.

5) Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellt haben; denn du bist meine Stärke.

5. Sonntag nach Epiphanias

Apostelgeschichte 4, 8 – 12

 

8) Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel,

9) so wir heute werden gerichtet über dieser Wohltat an dem kranken Menschen, durch welche er ist geheilt worden,

10) so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, steht dieser allhier vor euch gesund.

11) Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist.

12) Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.

3. Sonntag nach Epiphanias

Römer 12, 16 – 21

 

16) Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen.

17) Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Fleißigt euch der Ehrbarkeit gegen jedermann.

18) Ist es möglich, soviel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden.

19) Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: „Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der HERR.“

20) So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.

21) Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

4. Sonntag nach Epiphanias

Johannes 4, 6 – 10

 

6) Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste Stunde.

7) Da kommt ein Weib aus Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!

8) (Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, daß sie Speise kauften.)

9) Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: Wie bittest du von mir zu trinken, so du ein Jude bist, und ich ein samaritisch Weib? (Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.)

10) Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: „Gib mir zu trinken!“, du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser.

2. Sonntag nach Epiphanias

Kolosser 2, 6 – 9

 

6) Wie ihr nun angenommen habt den HERRN Christus Jesus, so wandelt in ihm

7) und seid gewurzelt und erbaut in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt seid, und seid in demselben reichlich dankbar.

8) Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verführung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen, und nicht nach Christo.

9) Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig,

1. Sonntag nach Epiphanias

2. Korinther 4, 5 – 7

 

5) Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christum, daß er sei der HERR, wir aber eure Knechte um Jesu willen.

6) Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi.

7) Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefäßen, auf daß die überschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns.