„Wort zum Tage“ vom 25.12.2025

„Wort zum Tage“ am 25.12.2025 – Deutschland-Radio Berlin
Autorin: Antje Dräger (Apostelamt Jesu Christi)
Lesedauer: etwa 3 min

Guten Morgen,

gerade habe ich mir wieder unsere Weihnachtspyramide mit den schönen geschnitzten Figuren angesehen. Ganz unten ziehen die drei Weisen, oben hütet ein Hirte seine Schafe und in der Mitte ist Josef mit Maria und dem Jesuskind.

Dieses Kind ist ein ganz besonderes. In Weihnachtsliedern ist von „Davids Sohn“ die Rede, und Maria bittet „ … lieber Josef mein, hilft mir wiegen mein Kindelein“. Warum sagt sie nicht „unser Kindelein“? Wer ist der Vater von Jesus? Josef oder David?

Dieses Kind wurde von einer sehr jungen Frau geboren, die noch nie mit einem Mann zusammen war. Es ist Gottes Sohn. Es ist der Heiland, der Messias.

Doch welche Rolle spielt Josef? Und warum gerade er?

Die Antwort findet sich auch in einem Lied: „Es ist ein Reis entsprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art“.

Jesse hieß auch Isai und er war der Vater von König David. Er lebte ca. 1000 Jahre vor Jesu Geburt.

In der Bibel steht eine Prophezeiung von Jesaja, etwa 700 Jahre vor Jesu Geburt: „Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht“. Das ist ein Bild dafür, dass ein Nachkomme genau dieser uralten Familie der Heiland sein wird. Daher die Bezeichnung „Davids Sohn“.

Am Anfang des Neuen Testaments finden wir die väterliche Abstammungslinie von Josef, es sind 42 Generationen aufgeführt!

Sie beginnt etwa 2000 Jahre vor Jesu Geburt mit „Abraham zeugte Isaak …“, geht weiter bis „Isai zeugte den König David …“ und weiter bis „Jakob zeugte Josef, den Mann Marias, von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus“. Hier wird nicht gesagt: Josef zeugte Jesus.

Die Menschen damals kannten die Prophezeiung von Jesaja und warteten auf die Geburt von diesem Heiland.

Dass Josef nicht der biologische Vater war, konnten sie nicht wissen. Er übernahm die sozialen Aufgaben eines Vaters, ernährte und beschützte die junge Familie und gab ihr seinen Namen, denn er vertraute Maria und er glaubte dem Engel in seinem Traum, der ihm das alles erklärte.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest.